Das Kompetenzzentrum Holzoberfläche mit WAGNER Lackiertechnologie

07.09.2016, von Stefan Wulfhorst

 

Oktober 2015


Im Oktober 2015 eröffnete die Remmers Gruppe im niedersächsischen Löningen das „Kompetenzzentrum Holzoberfläche“. Das Unternehmen, das unter anderem Lasuren, Farben, Holzlacke und Beizen für Fenster und Haustüren herstellt, zielte damit vor allem auf die Kunden aus der Industrie, die dort durch ein neu geschaffenes Industrie-Vertriebsteam besser und effizienter beraten werden können.

In der denkmalgeschützten Jugendstilvilla mit ihrem modernen, knapp 800 Quadratmeter großen Anbau bietet Remmers Firmen, die Fenster oder Bauelemente beschichten, die Möglichkeit, Produktionsabläufe zu erproben und zu optimieren. Zudem können sie neueste Anlagentechnik im Einsatz begutachten. Hier lassen sich alle Kundenparameter nachstellen und so die realen Anforderungen an die Beschichtungstechnik simulieren. „Das Angebot ist einzigartig und wurde von unseren Kunden sehr gut angenommen. Diese können sich im Kompetenzzentrum Holzoberfläche nicht nur über das Produkt informieren, das am besten zu ihren Anforderungen passt, sondern sie erleben das komplette Beschichtungssystem inklusive Anlagentechnik in einer Live-Anwendung. Dies bringt für viele sehr hilfreiche Erkenntnisse und hilft, Fehlinvestitionen zu vermeiden“, berichtet Elmar Kaiser, Bereichsleiter Anwendungstechnik Geschäftsbereich Holzhandwerk bei Remmers.


Modernste Anlagentechnik von bewährten Partnern

Das Kompetenzzentrum ist deswegen mit modernster Anlagentechnik ausgestattet, die laufend auf dem neuesten Stand gehalten wird. So steht den Kunden unter anderem ein vollautomatischer 6-Achs- Lackierroboter mit 3-D-Teile-Erkennung, verschiedene Schleif- und Lackierautomaten, eine Flutanlage sowie ein Sprühtunnel zur Imprägnierung zur Verfügung. Remmers griff bei der Anschaffung der Anlagen auf bewährte Partner zurück. So stammen beispielsweise die verschiedenen Pistolen für die Nasslackierung und die Kolbenpumpe der Roboteranwendung von WAGNER. Mit dem Anbieter von professionellen Beschichtungssystemen arbeitet Remmers seit mehreren Jahren zusammen. „Jeder unserer Außendienstmitarbeiter hat für Demozwecke eine Hochdruck-Membranpumpe und eine leichte AirCoat-Handpistole von WAGNER dabei, weil wir damit garantiert hervorragende Ergebnisse erzielen. Daher war es für uns nur folgerichtig, auch im Kompetenzzentrum auf WAGNER zu setzen“, erklärt Elmar Kaiser. So ist der Lackierroboter für das elektrostatische Beschichtungsverfahren mit der Hochdruck-Kolbenpumpe WAGNER Leopard 35-70 sowie mit einer AirCoat-Automatikpistole GA 4000 ausgestattet. Hinzu kommen drei AirCoat-Handpistolen vom Typ GM 4700AC. „Die Produkte von WAGNER bieten ein feines Zerstäuberbild für hochwertige Oberflächen und benötigen dabei vergleichsweise wenig Druck und Zerstäuberluft. Außerdem sind die Pistolen sehr ergonomisch und wartungsarm“, erklärt Patrick Freche, der als Business Relation Manager bei WAGNER alle Farben- und Lackhersteller betreut, die Entscheidung.
 


Enge Zusammenarbeit in der Entwicklung

Neben den Vorteilen, die das Kompetenzzentrum für die Kunden bietet, nutzt Remmers die Räumlichkeiten auch für eigene Neuentwicklungen und Versuche. Dabei arbeitet das Remmers-Team eng mit dem WAGNER-Vertriebspartner Lutz Seupt zusammen, dessen Standort nicht weit von Löningen entfernt ist. „Durch die räumliche Nähe sind wir bei Komplikationen schnell vor Ort. Außerdem können wir Remmers für Versuchszwecke rasch eine Anlage zur Verfügung stellen“, so Lutz Seupt. Patrick Wessner, bei Remmers für die technische Ausstattung des Kompetenzzentrums zuständig, ergänzt: „Über die Jahre ist so eine enge Partnerschaft entstanden, von der wir sehr profitieren.“ Aktuell arbeiten die beiden Unternehmen an einer Technologie, die bereits einmal für Aufmerksamkeit im Markt gesorgt hatte, sich dann aber in der Praxis nicht bewährte. Dieses Mal deuten alle Parameter auf einen Erfolg hin. Weitere gemeinsame Projekte sind in Planung. „Die Automatisierung ist in unserer Branche nicht mehr aufzuhalten“, ist Elmar Kaiser überzeugt. „Gut, wenn wir dafür einen Partner wie Lutz Seupt und WAGNER an unserer Seite haben.“